Die Türkische Gemeinde zu Berlin e.V. (TGB) wurde 1983 als Dachverband türkischer Vereine gegründet. Mit 70 Mitgliedsvereinen ist sie die größte Dachorganisation türkischer Vereine in Berlin. Ihre Mitgliedsvereine repräsentieren rund 100.000 türkische Mitbürger.

Von Beginn an sind die Interessen der TGB darauf gerichtet, die sozio-politischen, sozio-kulturellen und wirtschaftspolitischen Interessen der türkischen Mitbürger gegenüber deutschen und türkischen Institutionen zu vertreten, sowie Lösungen für Probleme und Regelungen dafür zu finden.

Die politische Arbeit der Türkischen Gemeinde zu Berlin e.V. spiegelt sich darin wider, dass sie die Wurzeln der türkischstämmigen Menschen in die deutsche Gesellschaft hinarbeitet.

Die Erkenntnisse der letzten 54 Jahren zeigen, dass die Türken fest zur deutschen Gesellschaft gehören. Sie nehmen hier mittlerweile eine wichtige Stellung ein. Viele Türken sind in selbständig tätig und beschäftigen türkische und deutsche Mitarbeiter.

Viele Türken haben ein Hochschulstudium absolviert und bestzen wichtige Positionen im öffentlichen Leben und in der privaten Marktwirtschaft. Darüber hinaus sind sie Haus- und Grundstückseigentümer und auch gute Nachbarn.

Natürlich haben sie auch Sorgen und Nöte. Dafür verantwortlich ist oftmals eine fehlende soziale Adaptation. Denn ursprünglich hatte die erste Einwanderergeneration geplant, in die Heimat zurückzukehren. Auch die deutschen Institutionen waren davon ausgegangen. Das ist der Hauptgrund für fehlende Sprachkenntnisse und oftmals auch eine lückenhafte Bildung. Für eine lange Zeit galt deshalb das Sprichwort „auf gepackten Koffern zu sitzen.“

Die Hauptaufgabe der Türkischen Gemeinde zu Berlin ist es deshalb, diese sozialen Lücken zu schließen und dafür zu sorgen, dass die türkischstämmigen Bürger Berlins hier ihren Platz finden.